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46. Die Jungfrau und der Drache

 Zurück zum Sternbild Jungfrau.

Sternen- und Himmelskönigin Reims

An die französischen Kathedralen und das Sternbild Jungfrau bin ich wieder durch einen Artikel zur Sternenkonstellation am 21.12.20 erinnert worden. Dort stand, dass nicht nur eine Konjunktion von Jupiter und Saturn stattfinden wird, sondern sich ein Trigon von Jupiter – Saturn und Alcyone am Himmel zeigen wird und dass auch das Sternenfeld Jungfrau dabei eine Rolle spielt.

‘Es gibt auch einige andere astrologische Konfigurationen, die Teil dieser grossen Konjunktion sind, und das ist vor allem das grosse Trigon zwischen Jupiter und Saturn, die mit Alkione, dem Zentralstern des Plejaden-Sternhaufens in Konjunktion stehen, und auch mit der M87-Galaxie im Virgo-Haufen, der eine der wichtigsten aussergalaktischen Quellen für die Planetenentwicklung ist.’

https://transinformation.net/cobra-im-interview-mit-der-schwesternschaft-der-rose-meditation-am-21-12-galaktische-kraefte-und-lichtkraefte-aktuelle-ereignisse-teil-1/

Also habe ich gegoogelt und mir das mit den Kathedralen und dem Sternenfeld Jungfrau noch einmal genauer angeschaut.

Überraschenderweise hat mich der genaue Vergleich Sternenfeld – Lage der Notre Dame Kathedralen gar nicht mehr so überzeugt. Die Darstellungen dazu unterscheiden sich und sind auch nicht alle einig.

Bei der Recherche habe ich aber auch noch eine andere Darstellung gefunden. Der Bezug zum Sternenfeld Drache/ Draco.

Dazu gibt es eine kleine Geschichte von mir.

Von Zeit zu Zeit arbeiten wir in meinen Web-Seminaren auch mit den Sternenfeldern.

Im Dezember kam Cassiopeia ins Feld.

https://grossemutter.blogspot.com/2021/01/42-der-kreis-der-frauen-die-sterne-und.html

Die  Wirbelsäulen – Adventsaufgabe der Geistigen Welt endete am Heiligen Abend mit der Ausrichtung auf den Polarstern. Zwischen den Jahren zeigten sich die Felder der Leier mit Vega und das Sternenfeld Andromeda. Im neuen Jahr kamen das Sternenfeld Schwan und Draco hinzu.

https://grossemutter.blogspot.com/2021/01/43-der-kreis-der-frauen-die-sterne-und.html

Im Sternenfeld Draco zeigten sich die Drachen in ihrem verwundeten und gefangenen Aspekten. Wir haben dran gearbeitet, auch im Zusammenhang mit den Elementen und dem Dodekaeder.

Umso überraschter war ich im Kontext der Kathedralen dem Sternenfeld Draco zu begegnen:

‘Notre-Dame-Kathedralen gibt es in ganz Frankreich, z. B. in Amiens, Reims, Rouen oder Laon. Einige von ihnen lassen zusammengenommen das Sternbild Virgo (Jungfrau) erkennen…

Die Bezeichnung „Notre-Dame“ (Unser aller Frau) hängt mit dem Sternbild Jungfrau zusammen und korreliert für Christen mit der Jungfrau Maria (Mater Nostra). Eine der ältesten „Maria“ geweihten Notre-Dame-Kathedralen steht in Straßburg. Von Beginn an wurde sie mit dem Sternbild Jungfrau „in Einklang“ gebracht. Die Kathedrale in Paris steht ebenfalls auf einer Insel und ist als Notre-Dame geweiht. Auch ihre Baulinie differiert um etwa 30 Grad von Osten, aber oppositär zu Straßburg. Die Kathedrale am Seine-Ufer ersetzte nämlich um 540/550 n. Chr. einen Vorgängerbau, der St. Etienne (hl. Stefan) geweiht war. Dessen Bauline ist beibehalten worden. In Paris gibt es – wie in fast jeder Kathedrale – zwischen Chor und Mittelschiff einen kleinen „Knick“ in der Achse. Für Historiker scheint oftmals technisches Unvermögen die Ursache zu sein. Nur langsam nähert man sich dem verborgenen Sinn, der bewusst den „himmlischen“ vom „irdischen“ Teil einer Kathedrale unterscheidet (Reidinger). Die Baumeister haben das unter Berücksichtigung des Sonnenlaufs exakt bestimmt.

Das spirituelle Zentrum der Stadt und des Landes

Bislang sah man die Kathedrale von Paris nicht direkt in der Konstellation von Jungfrau (Charpentier, Matter). Erst die Entdeckung eines zweiten Sternbildes Draco (Drachen) bindet Paris mit ein (Wabbel). Fast ausschließlich Notre-Dame geweihte Kathedralen formen geographisch den Drachen – die Jungfrau hingegen wird mehrheitlich von Kathedralen des St. Etienne geographisch gebildet. Paris war ursprünglich auch eine St. Etienne – erst später wurde sie zur Notre-Dame. Sie steht somit für beide! Tatsächlich liegt bei erneuter Betrachtung Paris (mit St. Denis, der Grablege französischer Könige) im Mittelpunkt beider Konstellationen. Für die Altvorderen war (nach der Offenbarung 12,1–4) die Beziehung zwischen „Jungfrau und dem Drachen“ sehr bedeutend. Die Notre-Dame von Paris hat eine besondere Stellung im Netzwerk der Kathedralen…’

https://freimaurerei.de/sie-schwankt-aber-geht-nicht-unter/

Maria auch als Meeresmutter in der Kathedrale von Bayeux

Frank Grabowski schreibt in seinem Artikel über die Forschungen von Tobias Wabbel:

‘Sein Lösungsansatz führt zur Feststellung, dass der  letzte Großmeister der Templer, Jacques de Molay, kurz vor seiner Hinrichtung am 14. März 1314, an einer Kerkerwand in der Festung Gisors symbolische Wandritzungen anbrachte. Es handle sich dabei um die Sternbilder Jungfrau und Drachen.’

Die Kathedralen im Norden Frankreichs symbolisieren  durch ihre geographische Position und anhand ihrer Schutzpatrone die Sternbilder Jungfrau und Drachen.

Kathedralen, welche der Jungfrau gewidmet sind, zeigen die Struktur vom Sternbild Drachen auf. Andere, welche dem Heiligen Stephanus gewidmet sind, bilden das Abbild des Sternbildes Jungfrau.’ 1  (Wabbel 184, 185)

https://docplayer.org/81143851-Die-johannes-offenbarung-und-ihr-abbild-im-hegau.html

Wabbels Ausführungen kritisch gesehen: http://lavaldieu.blogspot.com/2011/09/

Wabbel interpretiert das entsprechend der Offenbarung, dass die Jungfrau auf dem Drachen steht, ähnlich, wie es oft dargestellt wird.

Wabbel schreibt: ’Ich ziehe meine Sternenkarte des nördlichen Himmels zurate.  Doch das Sternbild Jungfrau kann ich aus Charpentiers Abbildung einfach nicht rekonstruieren, selbst mit grossem Wohlwollen nicht.’ (183, der Templerschatz).

Tobias Wabbel, Der Templerschatz, 184

Das ist mir, als ich vergleichen wollte, welche Kathedrale für welchen Stern steht, auch so ergangen. Wenn, dann nur einen Teil des Jungfrau Sternbildes.

Das schreibt auch Wabbel. Auf Seite 184 seines Buches ‘Der Templerschatz’ vergleicht er die Lage der Kathedralen mit den Sternbildern Jungfrau und Draco. Interessant ist allerdings, dass das Sternbild Draco bei Wabbel nur spiegelverkehrt zu den Lagen der Kathedralen passt. Wenn die Tempelritter ein so grosses Wissen hatten, um Sternbilder nachbilden zu können, kann das kein Zufall sein. Die Frage stellt sich, was es bedeutet.

Ob es um die Herleitung von ‚meter‘ geht oder um das Zusammenpassen der Kathedralen und der Sternbilder, es wird zusammengefügt, was ins Konzept passt.

Genauer nachforschend findet sich das immer wieder.

Und, offen gestanden, mache ich das auch gerne so.

Verzichten wir auf Objektivität und assoziieren.

Wir kommen auf unterschiedliche Geschichten und Deutungsweisen.

Möglicherweise geht es dabei nicht darum, wer Recht hat.

Sondern um das Schillernde darin, um das schillernde, changierende Feld möglicher Sichtweisen, die alle etwas mitzuteilen haben.

Vielleicht zeigt der spiegelverkehrte Drache, den Schatten dieses Feldes.

Oder unser Spiel mit der Schöpfung.

Meine Interpretation:

Die Templer hatten in Jerusalem Zugang zu der alten Tempelanlage. Die Vermutungen, was sie dort gefunden haben, unterscheiden sich. Es gibt die Aussage, dass sie die Pfade der Grossen Mutter wiedergefunden haben. Und dass die Kathedralen ein Ausdruck davon sind. Maria gehört dazu, natürlich, aber genauso auch die ‘Alten Mütter’. Chartres wurde auf einem Quellheiligtum gebaut. Es gab dort eine alte, schwangere Darstellung der Mutter.

Chartres die alte Göttin – nicht mehr schwanger

Sie ist inzwischen verbrannt und ersetzt worden als Maria mit dem Jesuskind. Die Maria von Chartres war dunkel, inzwischen wurde sie geputzt. Die Quelle wurde im 16. Jahrhundert zugeschüttet, da heidnisch.

Wenn ich das alles so lese und das Drachenbild Draco verbunden mit den Kathedralen macht Sinn, ist meine Interpretation, dass sie genau das darstellen: Die Verbindung von Maria mit den alten heiligen Müttern: Demeter, Isis, Ishtar …

Sternenfeld Jungfrau und Drache kommen zusammen, wenn man beide Sternenfelder hinzunimmt.

Anders interpretiert, die Kathedralen wurden gebaut, um den Drachen zu bekämpfen.

Es spricht von Templerseite einiges dagegen.

‘Wenn die Templer tatsächlich Ketzer gewesen sind, dann bestand deren Abweichung wahrscheinlich in der Vorstellung, gegen die die Kirche am härtesten vorging: in dem Glauben an eine weibliche Göttlichkeit …’. Walker, Die Geheimnisse des Tarot, 71

Vielleicht zeigt der umkehrte Drache das, die verdrehte Wahrheit.

Allerdings, Interpretationen sind es alles.

Gut ist, sich dessen bewusst zu sein.

Die Templerburg in Gisors

Hier finden sich nach Wabbel die Sternbildritzungen von Molay.

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