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45. Die Jungfrau und ihr Sternbild

 Das Sternbild Jungfrau – im Himmel und auf Erden

Notre Dames Paris

Es steht geschrieben, dass einige der nordfranzösischen Notre Dames Kathedralen –, Rouen, Reims, Chartres, Evreux, Bayeux, Amiens- in ihrer Lage das Sternbild Jungfrau nachbilden. Als ich das vor Jahren gelesen habe, hat mich das sehr beeindruckt.

Damit ist natürlich auch Maria, Stella Maris – Stern des Meeres, gemeint, aber es geht viel tiefer. Denn damit ist auch Maria Magdalena gemeint:

‘Auch der Heilige Bernard de Clairvaux der Patron der Tempelritter, hatte seinen Orden im Jahre 1129 ausdrücklich auf Maria Magdalena eingeschworen, die er in einem seiner Werke ganz unverblümt „die Braut Christi“ nannte’.

https://artedea.net/maria-madonna-muttergottin/

Da bekommt das ‘Spectaculum sine macula’ eine ganz andere Bedeutung.

Barbara G. Walker schreibt zu Maria Magdalena und der 2. Tarotkarte, die Päpstin: ‘Origen gab Maria Magdalena den Titel ‘Ecclesia’, die Kirche, ein Titel der auch der Jungfrau Maria zugeschrieben wurde. Er setzte Maria Magdalena mit der Göttin gleich, in dem er sagte, sie lebte seit dem Beginn der Zeiten und sei unsterblich’. Tarot, 85


Stella maris – Speculum sine macula aus der Kathedrale Gisors

In Gisors steht auch noch eine alte Templerburg. Manche sagen, dort ist der sagenhafte Schatz der Templer vergraben. Es weist einiges darauf hin, dass mit dem geheimen Wissen der Templer die gotischen Kathedralen gebaut wurden.

Bei Wikipedia findet sich, dass das Sternbild Jungfrau früher verschiedenen Muttergöttinnen – der Göttin Sala, Isis, Ishtar, Kybele, in der Antike, Athene, Hera, Persephone …- zugeordnet wurde.

Spica, der hellste Stern im Sternbild Jungfrau, heisst Kornähre. Die Göttin als Fruchtbarkeit bringende Göttin.

Bei Arte Dea ist auch über die Entsprechung zu Demeter zu lesen:

‘Demeter soll immer noch nach ihrer Tochter Ausschau halten und zwar von hoch oben im Himmel, wo sie sich im Sternzeichen der Jungfrau befindet bzw. dieses selbst ist. Das erscheint logisch, denn als Göttin der Ernte, des Getreides und der reifen Früchte ist der August und September, in der die Sonne in diesem Sternzeichen steht, jene Zeit, in der die Kraft dieser Göttin am deutlichsten zu spüren ist. Daher verehrten und feierten die Menschen sie besonders im Spätsommer, wenn die goldenen Getreideähren geerntet werden’.

https://artedea.net/demeter-die-weise-der-erde/

Demeter ist im Zusammenhang mit meiner Arbeit besonders interessant.

Bei Wikipedia findet sich einiges zur Etymologie des Namens.

Der Namensbestandteil ‘meter’ (griech.) wird dort vom griechischen Wort für Mutter ‘μητέρα’ hergeleitet.  Die Geometer sind nach Wikipedia Experten im Vermessungswesen. Hier wird ‘meter‘ von μέτρηση – griech. messen’ abgeleitet. Geometrie wird meist von μέτρηση – Erdvermessung abgeleitet.

Die Ableitung von Mutter liegt auch etymologisch näher.

Im Tübinger Hausbuch aus dem 15. Jahrhundert gibt es eine Darstellung der sieben freien Künste, in der es nicht Geometrie sondern Geomatria heisst.

Viel wahrscheinlicher von Mutter abgeleitet. Auch Γαία ist nicht einfach Erde sondern Erdmutter. Gebärmutter heisst im Griechischen: μήτρα.

Da mir gezeigt wurde, dass unsere Schöpfungsgeometrien aus dem Schöpfungsraum der Göttlichen Mutter geboren wurden und werden, liegt der Bezug zur Schöpfungsmutter wesentlich näher.

Rosette der Kathedrale in Strassburg

Daher auch die Namen meiner Webseiten:

Kosmometrie und Kosmomatria

https://grossemutter.blogspot.com/2020/12/kosmomatria-channelings.html

Göttner – Abendroth schreibt: ‘ Der matriarchale Begriff von Göttlichkeit ist immanent, denn die gesamte Welt wird als göttlich betrachtet, und zwar weiblich göttlich. Sie ist ‘Frau Welt’, wie es ein altdeutscher Begriff besagt.

Dies belegen die archaischen und fortdauernden Vorstellungen von der Göttin als Universum, die Schöpferin ist, und von der Mutter Erde, die alles Lebendige hervorbringt. Deshalb besitzt alles Göttlichkeit, jede Frau und jeder Mann, der grösste Stern und der kleinste Stein. 21 /Die Göttin und ihr Heros, 2011.’

Oder – anders gesagt – alles ist geometrisch gewoben aus dem Schöpfungsraum der Grossen Mutter. Alles ist Geometrie – jenseits von heilig und unheilig.

Kosmomatria – jenseits von heilig und unheilig

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